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 Letzte Änderung: 12.05.2012 9:57 UhrImpressum

 
 

Schlaganfallsymptome:

Plötzlich

  • Sprach- und Sprechstörungen,
  • Sprachverständnisstörungen,
  • Herabhängende Mundwinkel,
  • Halbseitige Lähmungserscheinungen und/oder
  • Taubheitsgefühle auf einer Körperseite,
  • Sehstörungen / Doppelbilder oder
  • plötzliche Erblindung eines Auges.

Wenn Sie bei sich oder anderen diese Symptome
bemerken, gilt:

Sofort Notruf 112
Schnelles Handeln ist entscheidend!

Viele Schlaganfallopfer sind im Moment des
Geschehens völlig hilflos. In dieser Situation kann es lebensrettend sein, dass Familienmitglieder,
Arbeitskollegen und andere Personen den Ernst der Lage erkennen und richtig handeln.

Der Schlaganfall ist ein Notfall!
Jede Minute zählt !

 
     

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NEUES:

28.04.2012
Erika Stolze:
Leistungen der Pflegeversicherung.

10.03.2012
Infos zu unseren Busausflügen 2012:
An die Mosel im Frühjahr.
Bad Kissingen im Herbst.

INFORMATIONEN:

28.04.2012
Erika Stolze:
Leistungen der Pflegeversicherung.

06.03.2012
Andreas Egry:
Nichtmotorische Störungen nach Schlaganfall.

13.08.2011
Erika Stolze:
Inkontinenz — Maßnahmen zur Förderung der Kontinenz.

12.08.2011
Erika Stolze:
MRSA Multi-resistenter Staphylococcus aureus (resistente Keime).

03.02.2011
Dr. phil. Claudia Sümpelmann:
Depression und Schlaganfall.


 
  TERMINE:

13.05.2012
Frühjahrs–Busausflug an die Mosel.

18.05.2012
Treffen der Gruppe
Bad Homburg.
Vortrag: wissenschaftliches Projekt der Uni-Klinik Frankfurt – Referentin Frau Betaki.

20.05.2012
Frühjahrs–Busausflug an die Mosel.

25.05.2012
Treffen der Gruppe
Mörfelden.
Neurologe Andreas Egry, Rüsselsheim.

01.06.2012
Treffen der Gruppe
Frankfurt.
Leichte Gymnastik mit Herrn Anke und Frau Ludwig.

13.06.2012
Treffen der Gruppe Wiesbaden:
TÜV-Prüfstelle für Fahrerlaubnis nach Schlaganfall.

27.06.2012
Treffen der Gruppe Hattersheim:
"Bluthochdruck", Herr Helmut Schmitt –SHG Bluthochdruck in Frankfurt/M..

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
     

 

  20.06.2001
Gedanken und Gefühle einer Angehörigen
 
 


Als mein Mann vor fast zehn Jahren den schweren Unfall hatte, begann es schleichend um mich herum. Etwas, über das viele Menschen einmal nachdenken sollten.
Die ersten Tage verbrachte ich in einem schockähnlichen Zustand. Ich reagierte und agierte, alles was von mir verlangt und erwartet wurde, tat ich wie in Trance, aber dann......?. Wir wohnen in einem kleinen Ort. Jeder kennt jeden, man hat Bekannte und Freunde in allen Ecken. Es begann leise und schleichend um mich herum.-- Von der Familie rede ich dabei nicht, wir zogen ja alle am selben Strang.-- Erst kamen Nachfragen der engsten Freunde, Nachbarn und Arbeitskollegen. Hilfsangebote usw. waren auch dabei, dagegen ist auch nichts zu sagen.
Jetzt, nach fast zehn Jahren, muß ich mich fragen: „Wo sind sie hin?„ Ich kann sie an den Fingern einer Hand abzählen, die uns von den Vielen geblieben sind. Wo aber sind die vielen „Freunde„ mit denen wir so manch fröhliches Fest gefeiert haben? Wo sind die, mit denen wir uns oft unterhalten haben, lustig waren und gelacht haben? !
So nach und nach begriff ich, was passiert war. In Freude ja, in Leid nein, so war die Devise.
Ich spürte eine große Verbitterung in mir wachsen. Ja, es war teils auch Wut auf die „Freunde„, aber auch auf das Schicksal, daß uns geschlagen hatte. Ich bekam dann auch so hintenherum Antworten. Man getraute sich nicht, mich anzusprechen oder mich zu fragen. Gut, dachte ich, gehe ich eben auf die Leute zu. Ging nicht , man wich mir aus, wie wenn ich die Krätze hätte. Die Menschen hatten vergessen, daß ich fast dieselbe geblieben bin und vor allem, daß ich vielleicht etwas Zuspruch von ihnen gebraucht hätte.
Warum sind die Hemmschwellen der Menschen so groß, gerade dann, wenn man jemanden braucht?
Warum kann man nicht wie vorher zusammen lachen, auch mal zusammen weinen?
Es wurde noch schlimmer, als mein Mann nach fast dreizehn Monaten wieder nach Hause entlassen wurde. Er war behindert an Geist und Körper, aber ich nahm ihn überall im Auto mit, auch wenn ich nur etwas im Ort einkaufen wollte. Er sollte Ort und Menschen wieder sehen, um sich zu erinnern. Ich hatte da ein Erlebnis, das sich bei mir eingebrannt hat. Ich war in der Apotheke etwas holen. Drinnen fragte mich eine gute Bekannte: „Wie geht es Deinem Mann?„ Ich sagte: „Geh raus, klopf ans Autofenster und frage ihn, er gibt dir Auskunft!„ Ich bekam folgende Antwort: „Nein, das kann ich nicht, ich weiß ja nicht, wie er reagiert!„ Ich versuchte es nochmal und sagte: „Er freut sich riesig, wenn er angesprochen wird, nur hilf ihm drauf, wer du bist!„ Aber die Reaktion war wieder negativ.
Ich habe solches und ähnliches sehr, sehr oft erlebt. Auch Äußerungen wie, warum bleibt die nicht zu Hause mit ihm oder warum nimmt sie ihn überall mit
hin. Das alles machte mich oft traurig, wütend und nachdenklich.
Tja, aus heutiger Sicht sage ich, daß ich trotz negativer Erlebnisse das Richtige getan habe. Wir haben große Erfolge bei der Genesung meines Mannes
erlebt. Es ist zwar nichts mehr so, wie es einmal war, aber wir haben uns ein „neues„ Leben aufgebaut. Ich denke auch, daß ich durch diese teils negativen Erfahrungen trotzdem den Glauben an die Menschen wiedergefunden habe.
Sehr, sehr viel hat mir dabei auch unsere Selbsthilfegruppe geholfen. Ich bin damals so selbstverständlich dort aufgefangen worden, als es mir persönlich ziemlich schlecht ging. Ich habe dort nicht nur Verständnis für meine Probleme gefunden, sondern auch für mein angeknackstes Selbstbewußtsein.
Ich habe gelernt, mit dem Leben, wie es jetzt ist, fertig zu werden. Was auch wichtig war, mein Mann wurde dort akzeptiert, so wie er ist. Und das ist auch heute noch nicht immer leicht. Dort fanden wir auch einen neuen Bekanntenkreis, auf den ich mich jederzeit verlassen kann und der sich mit unseren paar alten Freunden gut verbinden läßt. Mich verbindet mit diesen Menschen mehr, als man sich vorstellen kann, deshalb kann ich nur sagen und bitten: „Geht auf Menschen zu, die in großem Leid stehen, überwindet diese verdammte Hemmschwelle!„ Nicht die Augen verschließen, sondern geht mit offenen Augen durch die Welt!
Meine weitere Aufgabe ist, solchen Menschen zu helfen, für sie da zu sein,
damit sie nicht solche Erlebnisse haben, wie ich sie hatte.

Doris Böhm

Was danach geschah...
Obigen Artikel schrieb ich im Jahre 1998.
Mittlerweile hat sich unser Leben doch grundlegend verändert. Wir haben unser Haus verkauft und sind weggezogen, obwohl mein Mann dort geboren ist. Was wir erlebt haben war nicht der einzige Grund für unseren Entschluß, aber mit ein ganz großer. Mich störte einfach das mein Mann nicht als der akzeptiert wurde, wie er jetzt ist, sondern als "Behinderter" weil alle wußten was passiert war. Das er behindert ist wird dadurch nicht weniger, aber die vielen kleinen Wunder der Besserung wurden nicht gesehen. Von dem, was ich nach wie vor erlebte, ganz zu schweigen.
Wir sind in eine andere Gegend gezogen und mein Mann hat sich sehr gut eingelebt. Hier wird er so angenommen wie er ist. Man kennt ihn nicht von früher und zieht daher keine Vergleiche.
Ich hoffe und denke diesbezüglich keinen Fehler gemacht zu haben und wünsche es geht weiter bergauf oder bleibt wenigstens konstant.

Doris Böhm

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