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Ein Schlaganfall
ist ein multifaktorielles Geschehen, dessen unmittelbares Erscheinungsbild
in akutem Sauerstoffmangel in einem Teil des Gehirns besteht,
der entweder durch eine Blutung oder durch einen Gefäßverschluss
entsteht. Während Blutungen nur ca. 20 % ausmachen, wird
der überwiegende Anteil (nämlich 80 %) durch einen Gefäßverschluss
verursacht.
Eine Sonderform ist die TIA, transitorisch ischämische Attacke,
die durch einen Gefäßkrampf oder einen minimalen Verschluss verursacht
wird. Während zunächst alle Symptome eines Schlaganfalls
bestehen, bilden sich diese innerhalb kürzester Zeit völlig
zurück und hinterlassen im Gegensatz zum richtigen Schlaganfall
keine Folgen.
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Durch
den akuten Sauerstoffmangel kommt es zur Schädigung der betroffenen
Gehirnzellen, die nach einer Dauer von wenigen Minuten irreversibel
ist, das heißt, die Zellen sterben ab.
Der Schlaganfall ist also ein Ereignis, das unvermutet und plötzlich
auftritt, oft aus scheinbar völliger Gesundheit heraus. Innerhalb
weniger Minuten wird man vom Gesunden zum Kranken, innerhalb von
Minuten ist nichts mehr so, wie es vorher war.
Was diese Erkrankung so besonders schlimm und heimtückisch macht,
ist, dass sie das Gehirn direkt betrifft, d.h. direkt an der Steuerungszentrale
angreift, die all unser Fühlen, Denken und Handeln steuert.
Jedem Bereich unseres Gehirns sind verschiedene Funktionen zugeordnet,
eine Zerstörung eines Hirnareals hat somit unweigerlich den teilweisen
oder gänzlichen Verlust irgendeiner Fähigkeit zur Folge.
Natürlich gibt es wichtige und weniger wichtige Bereiche
und daher sind auch die Auswirkungen eines Schlaganfalls so unterschiedlich.
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Nicht
nur wie viele Zellen zugrunde gegangen sind, sondern auch welcher
Bereich des Gehirns betroffen ist, bestimmt, welche Auswirkungen
der Schlaganfall auf den Betroffenen hat.
Nun ist es so, dass Gehirnzellen nicht neu gebildet werden können,
das heißt, alles was zerstört wurde, kann durch keine
Therapie der Welt wieder ersetzt werden. Aber bis eine Zelle endgültig
abstirbt, erleidet sie zunächst einen Funktionsverlust, der
bis zu einem gewissen Punkt rückgängig gemacht werden
kann. Das bedeutet, rund um das unwiederbringlich zerstörte
Zentrum sind viele Zellen, die zwar zunächst auch in ihrer
Tätigkeit gestört sind , die aber prinzipiell noch funktionsfähig
wären und die man mit geeigneten Therapiemaßnahmen
wieder ganz oder zumindest teilweise reaktivieren kann. Das heißt
auch, dass anfängliche Funktionsverluste sich in unterschiedlichem
Ausmaß zurückbilden können.
Früher glaubte man, dies sei nur in den ersten Tagen und
Wochen bis hin zu ca. 6 Monaten möglich. Heute weiß
man, dass die Regeneration auch noch nach viel längerer Zeit
nach dem Akutereignis möglich ist, auch wenn Wahrscheinlichkeit
und Ausmaß mit zunehmendem zeitlichem Abstand abnehmen.
Während das Haupteinsatzgebiet der Schulmedizin bei der Erstversorgung
und in den unmittelbar darauf folgenden Wochen liegt, ist das
Einsatzgebiet der Komplementärmedizin in den Monaten und Jahren
danach zu sehen.
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Die
Schulmedizin versucht durch möglichst frühe und intensive
Therapie das Ausmaß des Schadens zu begrenzen und das unwiederbringlich
geschädigte Areal möglichst klein zu halten. Dazu werden
anfangs vor allem Sauerstoff und gefäßerweiternde Medikamente
verabreicht, in der Folge versucht man durch Physiotherapie und
Ergotherapie die verlorenen oder eingeschränkten motorischen
und kognitiven Fähigkeiten durch Übungen zu verbessern.
Die Komplementärmedizin hingegen versucht die verbliebenen Zellen
zu aktivieren, die Regenerationsprozesse zu fördern und dem
Körper mehr Energie zur Bewältigung seiner Situation zur Verfügung
zu stellen.
Die komplementärmedizinischen Behandlungen sind also eine wertvolle
Ergänzung der schulmedizinischen Maßnahmen und keinesfalls
als deren Ersatz zu sehen.
Alle Verfahren gehören zu den so genannten Regulationstherapien,
das sind Behandlungsformen, die darauf abzielen, die Selbstheilungskräfte
des Organismus zu aktivieren, Blockaden zu lösen und gestörte
Funktionen wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
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Therapieformen
Die Hochfrequenztherapie:
Die seit 1912 in Gallspach angewandte Hochfrequenz-Therapie ist
eine unspezifische Reizbehandlung, durch die der Organismus des
Patienten auf ein Höheres Energieniveau gehoben wird.
Die
Sauerstofftherapie:
Jede Zelle braucht für ihren Stoffwechsel Sauerstoff. Wird
eine erhöhte Zellaktivität, wie es auch bei der Regeneration
nötig ist, angestrebt, erhöht sich auch der Sauerstoffverbrauch
der Zelle. Daher ist das vordringliche Ziel, ausreichend Sauerstoff
zur Verfügung zu stellen, damit die Zelle diesen erhöhten
Anforderungen nachkommen kann.
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Die
Magnetfeldtherapie:
Magnetische Energie spielt für den menschlichen Organismus
eine sehr große Rolle. Bereits vor Jahrhunderten wurde die
magnetische Wirkung von magnetischen oder eisenhaltigen Steinen
ausgenützt, um schlecht heilende Wunden oder hartnäckige
Kopfschmerzen zu behandeln. Heutzutage steht modernste Hochleistungstherapie
zur Erzeugung pulsierender Magnetfelder zur Verfügung. Dadurch
werden für den Körper gut verträgliche biomagnetische
Potentiale erzeugt, wobei die Frequenz der magnetischen Schwingungen
bei verschiedenen Krankheiten verschieden gewählt werden
kann.
Die
Fußreflexzonenbehandlung:
An der Fußsohle des Menschen finden sich Reflexzonen für
praktisch den gesamten menschlichen Körper. Das bedeutet,
dass man durch gezielte Reizung der entsprechenden Zone eine Wirkung
im assoziierten Körperareal auslösen kann. Die bekannteste
Form der Reizung ist die Fußreflexzonenmassage, wo der Therapeut
gezielten Druck auf die entsprechenden Zonen ausübt. Dies
ist oft schmerzhaft, da bei Erkrankungen die Reflexzonen oftmals
sehr berührungsempfindlich sind.
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Die
Multiresonanztherapie:
Bei dieser Therapie werden Farb- und Tonschwingungen zur Heilung
eingesetzt.
Diese treten, richtig angewendet (die Indikation wird auch nach
schulmedizinischen Kriterien gestellt) mit den durch Krankheit
veränderten körpereigenen Schwingungen in Resonanz.
Dadurch kommen nur die momentan vom Körper benötigten,
positiven Schwingungen zur Wirkung, die nicht benötigten
Schwingungen haben keinerlei Effekt.
Bei dieser Therapie werden also keine körperfremden Stoffe
verabreicht, sondern es wird der Organismus vielmehr in die Lage
versetzt, selbst, von innen heraus, seine körpereigenen Regulationsmechanismen
zur Heilung einzusetzen.
Diese Therapieform hat sich vor allem zur Verbesserung des Gleichgewichts,
der zentralen Bewegungssteuerung, der Verbesserung der Durchblutung
und der Nervenregeneration sowie der Verminderung der Spastik
bewährt.
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Die
Akupunktur:
Als Regulationstherapie regt die Akupunktur den Körper an,
seine Regenerations- und Reparaturmechanismen in Gang zu setzen.
Sie verbessert aber auch Blutdruck und Stoffwechselsituation und
reguliert vegetative Prozesse wie Blasen und Darmtätigkeit.
Generell kann durch die Akupunktur auch die Stimmungslage verbessert
werden, wodurch sich das Allgemeinbefinden verbessert und der
Patient wieder besser motivierbar wird.
Die Hauptwirkung der Akupunktur ist aber in der so genannten Bahnung
zu sehen. Wenn eine willkürliche Bewegung durchgeführt
wird, denkt man zuerst, dass man die Bewegung durchführen
wird, der Bewegungsablauf erfolgt dann quasi automatisch.
Beim Schlaganfall ist die Verbindung zwischen Gehirn und Ausführorgan
Hand oder Bein gestört. Die Akupunktur soll nun diese Verknüpfung
zwischen Gehirn und gelähmter Seite wieder anbahnen. Gerade bei
Schlaganfallpatienten, die in der Bewegungstherapie stagnieren,
können durch die Akupunktur oft diese Stagnation überwinden
und kleine Fortschritte erzielen.
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Alle
genannten Therapien können einzeln oder in Kombination angewendet
werden. Die gemeinsame Anwendung von mehreren Therapien erhöht
die Erfolgsquote gewaltig. Nicht nur dadurch, dass es dadurch
ermöglicht wird, das Problem von mehreren Seiten gleichzeitig
zu bearbeiten, sondern die einzelnen Behandlungen verstärken
sich gegenseitig in der Wirkung und potenzieren dadurch den Effekt.
Richtig und seriös angewandt ist die Komplememtärmedizin
eine große Chance und eine Ergänzung der Schulmedizin,
auf die ich als Arzt und auch als Patient keinesfalls verzichten
möchte.
Dr. Michaela
Zeileis
Jörgstraße 3
4713 Gallspach / Österreich
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