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April-Treffen
2001 in Mörfelden "Goldener Apfel"
Am 27. April
2001 war Herr EGRY, Neurologe und Psychiater aus Rüsselsheim
als Referent bei uns. Seit 1994 unterstützt Herr Egry regelmäßig
unsere Treffen in Mörfelden und hat immer ein offenes Ohr
für unsere Sorgen. Dafür an dieser Stelle herzlichen
Dank!
Thema dieses Abends: "Gefäßversorgung
des Gehirns"
Doch vor dem Beginn seines Referats überraschte Herr Egry
die Mörfelder Gruppe mit der Überreichung eines Schecks
in Höhe von 540,00 DM !
Dieses Geld wurde anläßlich der Neueröffnung der
Gemeinschaftspraxis
Dr. Müller-Schulzen und Andreas Egry
Neurologen und Psychiater
-Psychotherapie-
August-Bebel Straße 61
in Rüsselsheim
von Kollegen
und Gratulanten anstelle von Blumen und Geschenken gespendet.
Unsere Freude war sehr groß und wir danken allen Spendern
sehr herzlich !

Herr EGRY bei der Überreichung des Schecks
an die 1. Vorsitzende des SSB Gisela Lenz
Vortrag
vom 27.04.2001
"Gefäßversorgung
des Gehirns"
von
Andreas Egry, Neurologe und Psychiater, Rüsselsheim,
geschrieben
von G. Rebalow-Bauer:
In bildgebender Vergleichbarkeit eines Straßenverkehrsnetzes
hat Herr Egry die Gefäßversorgung des Gehirns in seinem
Vortrag dargelegt. Dabei hat er das Netz von den Halsschlagadern
(Carotisaterien) als Bundesautobahn über die abgehenden Gefäße
als Bundesstraßen nach dem Carotisknie/-gabel zu dem aus
dem Kreisverkehr entspringenden kleineren Gefäßen -
als innerstädtische Straßen - bis hin zu den Kapillaren
oder Haargefäßen, die mit bloßem Auge nicht sichtbar
sind, dargestellt.
Herr Egry
erklärte, daß man sich den Territorialinfarkt vergleichbar
mit einer Hauptstraße vorstellen kann, in dem ein Stau in
dem betreffenden Gefäß entstanden ist und dahinter
nichts mehr fließt.
Die Krankheitszeichen
sind vor allem davon abhängig, welcher Teil des Gehirns von
der Durchblutungsnot betroffen wird. Oft gehen dem Schlaganfall
kleine, wenig beachtete Hirninfarkte oder flüchtige Funktionsstörungen
wie Sehstörungen oder Gesichtsausfälle voraus.
Sind die Gefäße
des Hirnstammes betroffen, können dies Atem- und Schluckbeschwerden
sein. Bei Beeinträchtigung des Kleinhirns treten Gleichgewichtsstörungen
auf. Beim Mediainfarkt der sprachdominanten Seite (bei Rechtshändern
= linke Hirnhälfte) ist meistens auch die Sprache betroffen.
Als Untersuchungsgerät
der Gefäße wird der "Doppler" eingesetzt.
Die Gefäßverengung (Stenose) kann man hören. Der
transcranielle Doppler wird zur Untersuchung von sogenannten Tandemstenosen
eingesetzt.
In den bildgebenden
Untersuchungsmethoden können "Löcher" = lakunäre
Infarkte nach sogenannten Mikroinfarkten in den Kapillaren nachgewiesen
werden. Von den großen Gefäßen können nur
Rückschlüsse erfolgen.
Abschließend
wurde auf die Problematik hinsichtlich der Erkennung von Schlaganfällen
auf ärztlicher Seite und den Sofortmaßnahmen nach einem
Schlaganfall eingegangen. Bekanntlich können im optimalen
Fall ärztliche Sofortmaßnahmen innerhalb von 6 - 8
Stunden nach einem Schlaganfall weitreichende körperliche
Beeinträchtigungen abwenden.
Ebenso entstand
eine rege Diskussion hinsichtlich der Nachsorgemaßnahmen
durch Medikamente. Dabei wurde über die Dosierungshöhe
von Aspirin diskutiert und der Gabe von anderen Medikamenten (Plavix,
Iscover, Nootrop und Ginko).
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