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 Letzte Änderung: 04.02.2012 10:21 UhrImpressum

 
 

Schlaganfallsymptome:

Plötzlich

  • Sprach- und Sprechstörungen,
  • Sprachverständnisstörungen,
  • Herabhängende Mundwinkel,
  • Halbseitige Lähmungserscheinungen und/oder
  • Taubheitsgefühle auf einer Körperseite,
  • Sehstörungen / Doppelbilder oder
  • plötzliche Erblindung eines Auges.

Wenn Sie bei sich oder anderen diese Symptome
bemerken, gilt:

Sofort Notruf 112
Schnelles Handeln ist entscheidend!

Viele Schlaganfallopfer sind im Moment des
Geschehens völlig hilflos. In dieser Situation kann es lebensrettend sein, dass Familienmitglieder,
Arbeitskollegen und andere Personen den Ernst der Lage erkennen und richtig handeln.

Der Schlaganfall ist ein Notfall!
Jede Minute zählt !

 
     

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NEUES:

13.08.2011
Erika Stolze:
Inkontinenz — Maßnahmen zur Förderung der Kontinenz.

12.08.2011
Erika Stolze:
MRSA Multi-resistenter Staphylococcus aureus (resistente Keime).

INFORMATIONEN:

13.08.2011
Erika Stolze:
Inkontinenz — Maßnahmen zur Förderung der Kontinenz.

12.08.2011
Erika Stolze:
MRSA Multi-resistenter Staphylococcus aureus (resistente Keime).

03.02.2011
Dr. phil. Claudia Sümpelmann:
Depression und Schlaganfall.

07.08.2009
Erika Stolze: Sprach- und Schluckstörungen nach Schlaganfall.

29.07.2008
Prof. Dr. Christian Zippel:
Die Reform der Pflegeversicherung – Positives und Negatives.


 
  TERMINE:

08.02.2012
Treffen der Gruppe Wiesbaden:
Bingo und Erfahrungsaustausch.

17.02.2012
Treffen der Gruppe
Bad Homburg.
Bingo und Erfahrungsaustausch.

22.02.2012
Treffen der Gruppe Hattersheim:
Fischessen.

24.02.2012
Treffen der Gruppe
Mörfelden.
Bingo und Erfahrungsaustausch.

02.03.2012
Treffen der Gruppe
Frankfurt.
Ostertreffen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
     

 

 

09.02.2010
Sturzprävention für Menschen mit Bewegungseinschränkungen
von Erika Stolze

 
 

 

Problem:

Menschen mit Einschränkungen der Mobilität oder der Beweglichkeit haben ein deutlich höheres Risiko zu stürzen, wie gleichaltrige Personen ohne Bewegungseinschränkung. Die Sturzfolgen haben mitunter massive Auswirkungen auf die Lebensqualität und die Möglichkeiten, sich selbstständig zu versorgen. Deshalb werden von verschiedenen Einrichtungen zunehmend Kurse zur Sturzprävention angeboten, leider überwiegend für Menschen, die noch relativ wenige Bewegungseinschränkungen haben.

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Risikoanalyse:

Um ein sinnvolles, zielgerichtetes Training durchführen zu können ist es von Vorteil, wenn vor dem Training eine individuelle Risikoanalyse stattfindet.
Bei der Analyse werden alle Bereiche geprüft, die Auswirkungen auf das Sturzrisiko und das Reaktionsvermögen zur Verhinderung von Stürzen Einfluss haben.

Die häufigsten Risikofaktoren sind im Folgenden aufgelistet:

  • Wahrnehmung:
    Sehvermögen, Sehfeldeinschränkungen, Sehhilfen, Umgang mit Sehhilfen, Tastvermögen, eingeschränkte Wahrnehmung der Nerven (spüren)
  • Erkrankungen, die zur Ohnmacht führen können:
    Blutdruckschwankungen, Blutzuckerschwankungen, Herzrhythmusstörungen, Epilepsie
  • Chronische Erkrankungen:
    Multiple Sklerose, ALS, M. Parkinson, Schlaganfallbetroffene, reduzierter Allgemeinzustand, allgemeine Schwäche, Depressionen, Demenz, Delirium
  • Mobilität und Beweglichkeit:
    Verlangsamte Bewegungsabläufe, hektische Bewegungsmuster, Gelenkerkrankungen (Arthrose, Arthritis, Gicht, Gelenkfehlstellungen), Gangveränderungen/Gangstörungen, Gleichgewichtsstörungen, Balancestörungen,…
  • Hilfsmittelbedarf:
    Umgang mit den Hilfsmitteln, richtige Größenanpassung des Hilfsmittels
  • Ausscheidung:
    Inkontinenz oder Angst es nicht rechtzeitig zur Toilette zu schaffen
  • Medikamente:
    Medikamente, die die Wahrnehmung oder das Reaktionsvermögen einschränken, z.B. Schmerzmittel, Schlaftabletten
  • Stürze:
    Stürze in der Vorgeschichte, Angst zu stürzen, Kleidung / Schuhe rutschende Hosen, schlecht sitzende Schuhe
  • Wohnumfeld, Umgebung:
    Beleuchtung, Wege, Haltegriffe, Stolpergefahren (Teppichkanten), glatte Böden, enge Wege, Schwellen, Treppen,…

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Sturzprophylaxen:

Die vorbeugenden Maßnahmen sollen Stürze verhindern oder Sturzfolgen minimieren.
Die Maßnahmen sind, genau wie die Risikofaktoren, vielfältig:

Beim Einsatz von Hilfsmitteln sind die Lösungen einfach und meist schnell umzusetzen.
Für pflegerische Hilfsmittel, Hilfsmittel zur Bewegung oder für Seh- und Hörhilfen gilt:

  • Die Hilfsmittel müssen in der Größe richtig angepasst sein, regelmäßig gewartet werden
    (ca. alle 2 Jahre) und der Umgang damit sollte trainiert werden.
  • Haltegriffe müssen stabil sein und in der richten Höhe angebracht werden.
  • Für Schuhe und Kleidung gilt: diese sollten gut sitzen  und leicht an- und auszuziehen sein. Insbesondere für Schuhe sind individuelle Anpassungsmöglichkeiten, rutschfeste Schuhsohlen und flache breite Absätze sinnvoll.
  • Um Sturzfolgen abzumildern kann es hilfreich sein so genannte Aufprallschutzhosen zu tragen.

Das Reaktionsvermögen und die geistigen Fähigkeiten können durch
adäquate Flüssigkeitszufuhr und gesunde Ernährung, ausreichende Ruhezeiten, ungestörter Schlaf, Gedächtnistraining und kinesiologische Übungen im Alltag ohne viel Aufwand verbessert werden.

In Bereich der Medikamente kann, natürlich nur zusammen mit dem behandelnden Arzt, geprüft werden, welchen Einfluss die Medikamente auf die Risikofaktoren haben oder ob Nebenwirkungen minimiert werden können.

Bei der Gestaltung des Wohnung müssen viele Bereiche berücksichtigt werden:

  • Stolperkanten (Teppiche und ähnliches) entfernen oder gut am Boden fixieren,
  • Rutschsicherer Bodenbelag ( insbesondere im Bad)
  • Verkehrsflächen frei halten (Telefonkabel, Elektrokabel, sonstige Gegenstände)
  • Gute Beleuchtung / Blendeffekte vermeiden,
  • Gut erreichbare Lichtschalter (insbesondere an Treppen, Flure, Sitzplätze, Bett)
  • Nachtbeleuchtung,
  • Stütz- und Haltegriffe fest anbringen,
  • Sitzhöhe dem Bedarf anpassen,
  • Stühle mit Armlehnen,
  • Regale und Hängeschränke in der Höhe anpassen,
  • Raumtemperatur auch nachts nicht unter 18°

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Übungen zur Sturzprävention:

Die eigene Beweglichkeit zu verbessern erfordert dann schon mehr Aufwand. Durch regelmäßiges üben, mehrfach in der Woche, können Beweglichkeit, Bewegungsspielraum, Kraft und Reaktionsvermögen nachhaltig verbessert werden. Wichtig ist dabei, gerade auch für Menschen mit Bewegungs-einschränkungen, dass eine Anleitung durch Fachkräfte erfolgt. Wenn die Übungen sicher durchgeführt werden können, kann der Einzelne diese auch selbständig durchführen.

Bei Personen mit Einschränkungen der Beweglichkeit aufgrund von neurologischen Erkrankungen (z.B.  Schlaganfall, MS, PM. Parkinson) hat sich gezeigt, dass die Durchführung der Übungen leichter und wirksamer ist, wenn vor dem Training eine beruhigende basale Stimulation erfolgt.

Bei der Durchführung von Bewegungsübungen ist es wichtig, dass einige Grundregeln beachtet werden:

  • Die Bewegungsübungen erfolgen nur in Richtung der physiologisch normalen Bewegungsabläufe
  • Die Bewegungsübungen werden langsam und stetig durchgeführt.
  • Die Bewegungen sollen von Betroffenen mitgefühlt und mitgedacht werden. Das bedeutet: Störende Lärmquellen ausschalten (Radio/Fernseher), keine Gespräch über andere Themen.
  • Bewusstes Atmen während der Übungen kann die Konzentration verbessern.
  • Bewegungen nicht gegen einen Widerstand ausführen.
  • Bewegungen nicht bis in den Schmerz führen.
  • Sind Widerstand oder Schmerzen zu spüren, den Bewegungsradius verkleinern.

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Übungen zur Verbesserung der Beweglichkeit:

  • Arme / Beine beugen und strecken.
  • Oberarm nach vorne, zur Seite und nach hinten heben.
  • Die Hand von der Taille zur Schulter der Gegenseite führen und zurück.
  • Beine seitwärts zur Mitte und nach außen bewegen.
  • Unterarm kreisen / Unterschenkel im Sitzen kreisen.
  • Füße kreisen, anziehen und ausstrecken.
  • Zehen strecken und einrollen.

Balanceübungen, Koordinationsübungen:

Maßnahmen im Sitzen:

  • Oberkörper abwechselnd nach links und rechts zur Seite beugen.
  • Übungen auf dem Sitzkissen,
    auf dem Stuhl oder im liegen auf dem Bett.
  • Oberkörper drehen.

Maßnahmen im Stehen:
(Sofern möglich, ggf. an stabilen Möbeln festhalten oder Unterstützung durch 2. Person)

  • Füße schulterbreit hinstellen, Gewicht abwechselnd auf das linke und rechte Ben verlagern.
  • Auf ein Bein stellen und das freie Bein langsam nach vorne und hinten schwingen.
  • Auf ein Bein stellen und das freie Bein langsam vor und hinter dem Standbein zur Seite bewegen.
  • Im Stehen den Oberkörper abwechselnd nach links und rechts zur Seite bewegen.
  • Im Stehen den Oberkörper zur Seite beugen und im Halbkreis nach vorne bis zur anderen Seite bewegen.

Gehübungen:

  • Gehstrecke festlegen.
    kleine Schritte machen.
    Bewegungsabläufe bewusst steuern und langsam ausführen:
    Gewicht verlagern, Bein anheben, nach vorne bewegen, Bein aufsetzen, Gewicht verschieben
  • Ggf. Gehübungen erstmal rückwärts üben (trainiert Haltevermögen des Standbeins).

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Krafttraining:

  • Bewegungsübungen mit Gewichten durchführen (kleine Wasserflasche, Kurzhanteln, Gewichts-manschetten).
  • Bewegungsübungen mit dem Trainingsband.

Damit die Übungen noch mehr Spaß machen kann man auch Spiele daraus entwickeln: z.B. Ballspiele mit Schaumstoffbällen oder Würfeln oder das „Knöpfespiel“ Knöpfe an den Sitznachbarn überkreuz weitergeben. Die Übungen können durch zusätzliche Aufgaben schwieriger gestaltet werden: z.B. Wortketten, Fragespiele, Begriffe zu bestimmten Themen ansagen. Dann werden gleichzeitig das Beweglichkeits- und Reaktionsvermögen trainiert.

Bitte beachten Sie:

Sicherheit geht vor. Das heißt keinen falschen Ehrgeiz entwickeln:

  • lieber einfache Übungen durchführen, aber dafür  regelmäßig,
  • lieber mit Hilfe und Unterstützung üben, dafür nicht fallen.
  • lieber in kleinen Schritten trainieren, dafür keine zusätzlichen Schmerzen.

Und vor allem: Viel Spaß!

 

Kontaktdaten:
Erika Stolze
Beratung – Schulung – Konzeption für Pflegeeinrichtungen
Buchfinkenring 2
61276 Weilrod
Tel: 06083-94 00 07, Fax: 06083-94 10 19,
Mail: erika.stolze@t-online.de

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