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In der Bewegungslehre T’ai Chi spielen das Spüren des eigenen Körpers und die Bewusstheit in der Bewegung eine große Rolle. Was man von außen wahrnimmt, die Eleganz der fließenden Bewegungen, das ist eigentlich nur das schöne „Äußere“, denn im wesentlichen geht es um das ganzheitliche, harmonische Zusammenspiel von Körper und Geist. Sie werden gleichermaßen „beschäftigt“ und kommen in einen anregenden „Dialog“, wie man sagt.
T’ai Chi birgt ein großes Potential für Schlaganfallbetroffene!
Wer nach Reha und Krankengymnastik nicht stehen bleiben will, wer selbst etwas gegen die anhaltende Spastizität, gegen Taubheitsgefühl, Muskelverspannungen und Schmerzen tun will, wer seine Bewegungskoordination verbessern will, für den ist T’ai Chi eine echte Hilfe zur Selbsthilfe!
Dass die langsamen, fließenden Bewegungen helfen zu entspannen und Stress abzubauen, ist leicht nachvollziehbar. T’ai Chi hat aber noch viel mehr gesundheitliche Aspekte. Das hat die ausgebildete T’ai Chi Lehrerin Lena Rinnelt aus Wiesbaden (49) durch Ihre langjährige Praxis nach ihrem eigenen Schlaganfall selbst erfahren: “Ohne es vorher zu ahnen habe ich meine Beschwerden und Bewegungseinschränkungen durch das Üben von T’ai Chi stetig verringern können. Für mich ist es ein großes Geschenk! Schon beim Bewegen selbst stellt sich unmittelbar ein wohltuendes Gefühl ein, und das besonders auf der betroffenen linken Seite. Aber darüber hinaus können nachhaltige Verbesserungen des Befindens und der Bewegung erzielt werden. Das weiß ich heute ganz gewiss!“
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Zuerst einmal fördert das Üben den Gleichgewichtssinn, denn durch das Verlagern des Körpergewichts von einem Bein auf das andere muss das Gleichgewicht ständig neu ausbalanciert werden. Außerdem trainiert T’ai Chi die gesamte Bewegungs-Koordination. Besonders wertvoll für Menschen nach dem Schlaganfall ist die neue Sensibilisierung der Körperwahrnehmung, die durch die speziellen Bewegungsabläufe ermöglicht wird. Beim T’ai Chi gelingt es „anstrengungslos aufmerksam zu sein“. Die Hirnzentren für Bewegung und für den Tastsinn werden durch die bewusste Bewegung besonders angeregt. Auch feine Bewegungen können wieder neu erlernt werden.
Um von T’ai Chi zu profitieren, sollte man es unter Anleitung erlernen und möglichst regelmäßig praktizieren. So gelingt es, ganz in die Bewegung einzutauchen und den eigenen Bewegungsfluss zu erleben. Wie lange man sich dabei bewegt, spielt nicht so eine große Rolle. Wichtig ist vielmehr, die bewusste Aufmerksamkeit immer wieder auf die Wahrnehmung des eigenen Körper in der Bewegung zu lenken: das Spüren. So kommt der lebendige „Dialog von Körper und Geist“ in Schwung: das Chi, die Lebensenergie, wird geweckt und beginnt zu fließen.
In Wiesbaden wird nun ein Kurs „T’ai Chi für Schlaganfallbetroffene„ angeboten. Die Leitung übernimmt Lena Rinnelt, die ihre guten Erfahrungen mit T’ai Chi an andere Betroffene weitergeben möchte. Der Kurs wird über 10 Wochen stattfinden, jeweils 1 mal pro Woche. Ort und Zeit werden noch festgelegt. Hier kann jeder mitmachen. Besondere Voraussetzungen gibt es nicht, insbesondere gibt es keinen Leistungsdruck und jeder soll nach seinen eigenen Bewegungsvoraussetzungen die Übungen anwenden, Sei es im Stehen, Gehen, Sitzen oder Liegen. Auch Angehörige und Freunde von Schlaganfallbetroffenen sind selbstverständlich herzlich willkommen.
Die in dem Kurs angewendete Bewegungslehre T’ai Chi nach dem Teck-Verfahren, ist besonders leicht erlernbar und besonders effizient.
Auch der Spaß beim gemeinsamen Bewegen in der Gruppe kommt nicht zu kurz und jeder kann neue Lebensenergie für den Alltag gewinnen!
Das Motto heißt: Nimm Dir Zeit für Dich selbst! Nichts bewegt Dich so, wie DU DICH SELBST!
Interessenten melden sich bitte bei Frau Rinnelt, Tel. 0611 527709 oder 0160 1706376 oder
Lena@Rinnelt.de
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